Miteinander zur Rettung 
des Klimas beitragen

Erneuerbare Energie für unsere Region ...

... die Linden in der Ortsmitte müssen erhalten werden ! 

ZUR  BEDEUTUNG  DER  LINDEN  IN  NEURIED

In unseren Breiten treffen wir v.a. auf zwei der insgesamt 25 Linden-Arten: die Sommerlinde (Tilia platypyllos) und die etwas später blühende Winterlinde (Tilia cordata). Linden sind beliebte Stadt- und Alleebäume. Ihre ausladenden Kronen spenden im Sommer wohltuenden Schatten und sind Lebensraum zahlreicher Tierarten. Auch in Neuried wurden in der Ortsmitte und entlang der Hauptstraße vor rund 100 Jahren Linden gepflanzt, die bis heute vital und kräftig sind. Zwei gesunde Winterlinden stehen an der Münchner Straße, im Bereich der nördlichen Ortsmitte, und trotzen dort den Widrigkeiten des Klimawandels. Ihr Schicksal ist jedoch ungewiss. Daher an dieser Stelle einige Hintergrundinformationen zu den Linden, ihrer Geschichte und Bedeutung sowie den weiteren Planungen in der Ortsmitte. 

Die alte Lindenallee zwischen Neuried und München

Die Verbindungsstraße von Neuried nach Forstenried, die vor 100 Jahre noch durch Felder verlief, war eine Lindenallee. Schon damals gehörten die Linden zum Ortsbild von Neuried. Wann genau die Allee angelegt wurde, ist unklar. Allerdings deutet vieles auf den Zeitraum 1913 bis 1916 hin. Im Jahr 1913 wurde die Distriktstraße verbreitert. Die Anlieger mussten den für den Straßenausbau benötigten Grund zur Verfügung stellen und wurden dafür angemessen entschädigt. Wären die Bäume schon vor der Straßenverbreiterung dagewesen, hätte kein Bedarf zu einer Grundabtretung bestanden. Wie diverse Luftaufnahmen zeigen, waren die Linden im Jahr 1916 bereits vorhanden. Sie sind als junge Bäume deutlich zu erkennen. Da die beiden Winterlinden an der Münchner Straße eine vergleichbare Größe aufweisen, ist anzunehmen, dass sie aus der gleichen Zeit stammen. Dafür spricht auch die Berechnung nach dem Internet-Portal „baumsicht.de“. Demnach sind die beiden Bäume mindestens 100 Jahre alt. 

Kaum zu glauben, aber wahr

Eine 60 Jahre alte Linde hat aufs Jahr gesehen die gleiche Kühlleistung wie 140 Kühlschränke[1]. Ein ausgewachsener Laubbaum verdunstet an einem heißen Sommertag, von denen es künftig immer mehr geben wird, rund 400 Liter Wasser und kühlt damit seine Umgebung spürbar ab. Hinzu kommt der Schattenwurf durch das imposante Kronendach. Bei einem Durchmesser von 15 Metern bedeckt der Schatten einer Baumkrone je nach Sonnenstand die Fläche von mindestens 170 m2. Damit sind belaubte Großbäume viel effektiver als jeder Sonnenschirm. 

Laubbäume sind auch wichtige CO2-Senker. Je größer und älter ein Baum wird, desto länger entzieht er der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid. Deshalb ist es so wichtig, Großbäume zu erhalten und sie nicht durch jüngere, kleinere Bäume zu ersetzen. 

Eine Linde wächst pro Jahr 25 bis 50 cm. Somit dauert es rund 25 Jahre, bis eine neu gepflanzte Linde eine mittlere Größe von 10 m erreicht hat. Erst dann beginnt sie, ihre positive Wirkung für das Stadtklima zu entfalten. Die Linden in der Lindenallee wurden vor über 20 Jahren als kleine Bäume gepflanzt, als die Solarsiedlung gebaut wurde. Nach wie vor handelt es sich um recht kleine Bäume, die kaum Schatten spenden und im Vergleich zu ausgewachsenen Linden wenig CO2 aufnehmen.

Zwar verwerten immergrüne Nadelbäume das CO2 ganzjährig, allerdings auf einem niedrigeren Niveau als Laubbäume. So kann eine Buche bei gleicher Höhe und gleichem Durchmesser durchschnittlich 40 % mehr CO2 aufnehmen als eine Fichte. 

An einem einzigen Sonnentag verarbeitet eine 100-jährige Linde rund 9.400 Liter CO2, das entspricht einem Gewicht von 18 kg. Bei einem CO2-Gehalt der Luft von 0, 03 % strömen 36.000 m3 Luft durch ihre Blätter. Darin schwebende Bakterien, Pilzsporen, Staubpartikel, Mikroplastik aus Reifenabrieb und andere schädliche Stoffe werden größtenteils ausgefiltert. Wird so ein alter Baum gefällt, müssten nach Berechnungen des „Bund Naturschutz“ 2.000 junge Laubbäume mit einem Kronenvolumen von 1 m 3 nachgepflanzt werden, um ihn zu ersetzen.

Unter günstigen Bedingungen können Linden 1.500 Jahre alt werden. Besonders zu erwähnen sind ihre hohe Regenerationsfähigkeit und Vitalität. Sie bilden ständig neue Innenwurzeln und verjüngen sich damit permanent.

Neben ihrer Bedeutung für uns Menschen im Zusammenhang mit der dringend erforderlichen Klimaanpassung, stellen Linden eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel und Insekten dar. Durch die hohe Nektarproduktion ihrer Blüten sind sie im Frühsommer besonders bienenfreundlich. Im Herbst und Winter dienen die kleinen Nüsschen Vögeln und kleinen Nagern als Nahrung. Der süßlich schmeckende Lindenblütentee hilft Groß und Klein bei fiebrigen Infekten. 

Bäume zur Klimaanpassung

Der „Bund Naturschutz in Bayern e.V.“ (BN) fordert die bayerischen Kommunen auf, mehr für den Erhalt ihrer Bäume zu tun. Ohne Bäume, begrünte Dächer und Fassaden wird es in Städten und Gemeinden immer öfter unerträglich heiß. Die Stadtbäume sind laut BN von zentraler Bedeutung für die Anpassung der Kommunen an die Klimakrise. Wenn dagegen immer mehr Flächen zugebaut und versiegelt werden, heizen sich Städte und Gemeinden im Sommer stark auf. Das Leben wird dann v.a. in den Sommermonaten unerträglich werden. Laut BN können wir es uns angesichts der Klimakrise nicht mehr leisten, Stadtbäume für Bauprojekte zu fällen.

Nach Recherchen des BN wurden in den 17 größten bayerischen Städten in den vergangenen zehn Jahren mindestens 165.000 Bäume gefällt. Spitzenreiter ist München, wo zwischen 2011 und 2021 knapp 100.000 Bäume umgelegt wurden. 

Erhalt zweier alter Linden in der Ortsmitte

In Neuried sollen fast alle Bäume in der nördlichen Ortsmitte dem geplanten Bauvorhaben geopfert werden. Darunter eine alte Kastanie mit einem Stammumfang von 280 cm, eine Eiche mit 205 cm und sechs weitere Eichen mit 100 bis 190 cm sowie diverse Hainbuchen, Eschen, ein stattlicher Haselstrauch und etliche ältere Nadelbäume. Sie alle werden Opfer der geplanten Tiefgarage. Einzig zwei rund 100 Jahre alte Linden an der Münchner Straße könnten gerettet werden, weil sie am äußersten Bauraum stehen. Allerdings besteht dazu noch keine Mehrheit im Gemeinderat. Aktuell steht das Schicksal der beiden Bäume noch auf der Kippe. Das Baumgutachten, von der Gemeinde Neuried in Auftrag gegeben und ausgeführt durch die renommierte Gautinger Firma „Treeconsult“, kam zu einem eindeutigen Ergebnis: Die beiden Linden sind vital und kräftig und damit uneingeschränkt erhaltenswert. Um sie zu retten, müssten ein Baukörper (Gewerbebau) und die Tiefgarage geringfügig angepasst werden. Das ist möglich, da sich das Bauvorhaben noch in der Planungsphase befindet und noch kein Investor dafür gefunden ist. 

Im Frühjahr haben 600 Neurieder Bürger und Bürgerinnen per Postkarte beim Bauamt für den Erhalt der beiden Linden gestimmt. Dieser Bürgerwille sollte nicht unberücksichtigt bleiben. 

Würden die beiden Linden zusätzlich zu den vielen anderen Bäumen in der Ortsmitte gefällt und durch kleinere ersetzt, bräuchten diese zusammen sehr viel mehr Standplatz als die beiden alten Linden jetzt. Ein Großbaum benötigt ca. 150 m² Standraum, um eine normale Kronenentwicklung zu gewährleisten. Damit die Ersatzbäume so alt werden können, wie die beiden Linden an der Münchner Straße, bräuchten sie sehr gute Standorte, die besonders unterirdisch gut durchlüftet, durchwurzelbar, Nährstoff- und Wasserversorgt sind, und das nicht nur zum Zeitpunkt der Pflanzung, sondern während der gesamten Standzeit. Es sollten dort keine unterirdischen Leitungen verlaufen, um ein ungestörtes Wurzelwachstum zu ermöglichen. Da aber fast das gesamte Areal mit einer Tiefgarage bebaut werden soll, dürfte es schwierig werden, geeignete Standorte zu finden. 

Unsere Forderung als „Klimanetz Würmtal“ an den Neurieder Gemeinderat lautet daher: Plant das Bauvorhaben und alle weiteren in Neuried so, dass möglichst viele Großbäume erhalten werden können. 

 

Klimanetz Würmtal


 

[1] Laut Forschungen der TU München

Gemeinsam Klima retten:
... auch mit Windrädern !

Windräder im Forstenrieder Park - siehe Website:
https://www.windenergie-landkreis-muenchen.de/Projekte/Forstenrieder_Park/Windenergie_im_Forstenrieder_Park

  • CO2-Fußabdruck verringern = betrifft uns ALLE
     
  • „Bürger-Energie“ = PV, Wind, Nahwärme
     
  • eLadestationen = Tiefgaragen WEG + Anlagen
     
  • Sanieren = Heizung / Photovoltaik / Thermie
     
  • Klimaschutzziele in ein „Neurieder Leitbild“

Klimanetz: 3 Themenbereiche = 3 Projekt-Teams (PT)

Engagierte Bürger unserer Gemeinde Neuried haben sich bereit erklärt, 
die Themenbereiche mit Projekten zu füllen und zu handeln.

Sprecherin
Dorit Zimmermann

"Müll vermeiden", besonders Plastik ...

Dorit Zimmermann hat in Neuried schon das Projekt www.plastikpaten.de initiiert - für eine plastikfreie Umwelt, für einen Stopp von Mikroplastik um uns herum.

Im PT "Müll vermeiden" geht es u.a. um die sinnvolle und richtige Mülltrennung - besser natürlich Abfallvermeidung ... 
dorit.zimmermann@mnet-mail.de

N.N.

Photovoltaik, Heizung, Energie daheim ...

Es geht um Erneuerbare Energie - mit dem Thema „Nachbarschaftlicher Erfahrungsaustausch“ zu Photovoltaik, Heizung und weiteren Optionen ...

... beispielhaft ist die Anlage, die Ronny Lindner seit Jahren auf seinem Haus ertragreich einsetzt - siehe "Projekte".

Bei Fragen oder Interesse selbst Erfahrung weiterzugeben, einfach melden 

nachbarn@klimanetz-wuermtal.de

Sprecher
"Klimanetz":
Reinhart Hoffmann

... weitere Themen sind gewünscht !

Die Mitgründer dieser Initiative freuen sich nicht nur über neue Akteure*innen für die drei Projekt-Teams, sondern auch über konstruktive Vorschläge für mögliche weitere Klima-Themen.

Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

Unter diesem Motto stand die Gründung des überparteilichen Klimaschutz-Netzwerks am 5. Februar 2021. 
Hintergrund ist die voranschreitende Erderwärmung und die Verpflichtung der Gemeinde Neuried, bis spätestens 2035 klimaneutral zu werden. Da 95 % des Energieverbrauchs bei Haushalten oder Gewerbe, und damit in privater Verantwortung liegen, wollen die Initiatoren die Bürgerinnen und Bürger ins Boot holen. 

Kommen Sie in die Projekt-Teams - nur MITEINANDER 
können wir der Klimakatastrophe entgegenwirken !

Ansprechpartner der Projekt-Teams finden Sie oben - der Kontakt führt über die Mail-Adressen im Impressum:

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